Montag, 25. August 2014
Tage wie diese.....
Jeden Tag verlässt die Sonne früher den Horizont, bricht die Dunkelheit schneller herein. Der August trägt die letzten 6 Tage seinen Namen. Die Heizung ist kalt, ein Wollpulli und eine Wolldecke wärmt den zitternden Körper. Wehmütig verlangt die Erinnerung nach der Wärme eines langen, langen Sommers. Vorbei, endgültig vorbei und die Hoffnung auf einen neuen, warmen Sommer liegt in weiter, weiter Ferne. Eigentlich wie immer, doch Jahr für Jahr die gleiche Trauer um einen verlorenen Sommer, der viel zu schnell vorbeigegangen ist. Glücklich wer in sommerliche Gefilde ausweichen kann, dort, wo 365 Tage dem Sommer gehören. Glücklich derjenige, diejenige, welche sich einen langen, langen Sommer leisten können. Traurig sind die, die Zuhause im Wollpulli und Wolldecke nur von Wärme träumen dürfen. Der Zustand der Gemütstrübung ist ein schleichender Prozess, der von den letzten sommerlichen Tagen hinüber gleitet in den trüben grauen Herbst. Der Höhepunkt des Elends wird im November von der Vorfreude auf das Weihnachtsfest abgelöst. Das kurzzeitige Vergnügen erschlägt der Stress der Vorbereitung, worauf unaufhaltsam die Enttäuschung über das misslungene Fest dem Gemüt den Rest gibt. Voller Zuversicht versucht es sich in die Euphorie der Begrüßung des neuen Jahres zu retten, nur um mit einem dicken Kater am 1. Januar zu erwachen und voller Grauen das neue Jahr in seiner ganzen Erbarmungslosigkeit vor sich zu sehen.
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