Es ist getan, der Abwasch hat sich erledigt. Ein gutes Gefühl, und nun? Diese innere Leere, diese alltägliche Langeweile, echte Künstler kann sie nicht schrecken, sie stehen unter dem Zwang kreativ zuarbeiten. Was soll ich sagen, nichts. Kein Gefühl vom Arbeitstrieb, diese unbändige Lust am Schaffen, am Schreiben usw. Ich fühle nichts von alldem. Der einzige Zwang ist das schlechte Gewissen nicht vom Schaffensdrang überwältigt zusein. Also, zähneknirschend, voller Mühsal an den Tisch gesetzt, den Pinsel in der Hand das Aquarellpapier vor mir liegend, taucht der Pinsel ins Wasser und dann in die Farbe, aber welche? Verflucht, welche Farbe soll ich wählen. Allein das Wort Wählen verursacht Übelkeit. Wo bleibt das Gefühl für das Portrait, nichts, nur Langeweile und dann huscht sie wieder heran die Sehnsucht nach Urlaub. Warum, bin in keinster Weise überfordert, vielleicht verursacht Unterforderung die selben Symptome? Andererseits kann ein schaffender Künstler niemals unterfordert sein, es sei denn die Ideen gehen ihm aus. Davon kann bei mir nicht die Rede sein, nein. Es liegt an der Verweigerung, sie hat sich festgefressen. Das ist keine Ausrede, Ideen sind zuhauf da, ganz bestimmt. Oh, vielleicht eine Form der Depression? Nein, mir geht es soweit gut bis auf diese Sehnsucht nach einem Urlaubsort, nach dem Meer, nach einer Liege am Strand in milder Sonne, ein sanfter Wind, gutes Essen....
Gehe wieder zum Tisch und arbeite oder bleib ich auf der Couch und schaue Nachrichten? Immer
diese Entscheidungen.
Warum führe ich eigentlich zwei Blogs? Ein Thema, zwei unterschiedliche Titel. Doppelte Arbeit kann auch glücklich machen.

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