Mittwoch, 20. August 2014

Mein digitaler Zwilling

Sommer, du schöne Erinnerung, hast mich dieses Jahr nur kurz gestreift. Statt Urlaub eine neue Winterjacke gekauft. Der Winter kann kommen, bin auf Kälte vorbereitet, die Jacke, der gefütterte Parker, ist der Beweis. Das Fell, künstlich hergestellt, bleibt industriell gefertigt, hat keinerlei Ähnlichkeit mit echtem Fell, das oftmals als künstlich deklariert wird weil es preiswerter ist.

Verrückte Welt was soll nur werden. Was sagt mein digitaler Zwilling dazu. Aus Algorithmen entstanden führt es im WWW ein Eigenleben, gefüttert von meinen Anfragen und Texten bei Google und Ko. Wie berechenbar kann mein Ich für andere sein? Welche Möglichkeiten dem zu entgehen sind gegeben? Eigentlich keine oder viele, denn so verschieden, konträr ich meine Spuren im Web streue, um so konfuser könnte das Profil ausfallen. Mit anderen Worten: der digitale Zwilling ist nicht verlässlich, idiotische unberechenbar. Für Firmen, die nach kompetenten Leuten im Netz suchen und die Algorithmen zur Hilfe nehmen, wird es keine adäquaten Fachkräfte geben. Liegt hier das Problem des Fachkräftemangels oder besteht er ganz real? Ist der Mangel real, dann wird der digitale Zwilling kaum eine große Rolle spielen, oder?

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