Donnerstag, 14. August 2014

Don't call me female



Kino, 3D, Planet der Affen, jetzt kann ich mitreden. Welch ein Luxus, allein in der Reihe F Platz 12. Warum musste ich mutterseelenallein in Reihe F sitzen? Soll ich mich beim Kinopersonal bedanken?  Bitte das nächste mal die Plätze der vor mir ebenfalls freilassen, so hatte ich zwar einen eingeschränkten Blick, obwohl der direkte Platz vor mir unbesetzt blieb, der Rechte war Okay, kleiner Junge schaute nicht über die Rückenlehne, aber der linke Platz war mit einer sehr unruhigen Person besetzt, ständig stierte sie auf den freien Platz, während ich mittels 3D Brille krampfhaft räumliches Sehen übte. Der Film, ein typischer Männerfilm, Frauen kamen nur als adrettes Beiwerk vor. Männer kämpfen Frauen bleiben im Hintergrund oder dürfen Männer pflegen. Bei den Affen das gleiche, Affenfrauen geschmückt mit kleinen Blümchen auf der Stirn - glaubte zuerst kleine Hörnchen zu sehen, lag wohl an dieser verdammten Plastikbrille, die das Gesichtsfeld einschränkt und zum Rand hin alles nebulös erscheinen ließ - aufopferungsvoll gebaren  den Nachwuchs, nahmen stumm Leiden und Krankheit hin. Affen hatten schon die nächste Entwicklungsstufe  erreicht, sie lebten monogam. Wenn Affen vom anderen Geschlecht sprachen nannten sie es "Weibchen". Die Entwicklung zum Individuum fand rasant statt. Sprache, der Umgang mit Waffen, selbst
Panzerfahren, die gesamte Kriegsführung,  war überhaupt kein Problem. Ja, Affen sind in der Entwicklung schon viel weiter, als ich je sein werde. Eine schmerzhafte Tatsache, Frauen sind eben genau wie die Affenfrauen "Weibchen".
Spannend war der Film schon, halt der übliche Plot, gibt ja auch nichts neues. Freundschaft, Familie, Vertrauen, Verantwortung und die negativen Auswirkungen von Macht haben oder haben wollen usw.

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