Samstag, 9. August 2014

Die Sinfonie vom Herbst ist nicht mehr weit


Verdammt, am frühen Morgen auf dem Balkon hab ich den Herbst gerochen. Frische, kühle Luft angereichert mit einem modrigen Duft nach fauliger Erde, dem Zersetzungsprozeß organischem Müll. Ein untrügliches Zeichen, wie in jedem Jahr kündet der Geruch nach Verwesung durch Wald
und Flur die nächste Jahreszeit an. Was nun, kein Urlaub weit und breit, keine Füße streicheln den Sand, keine Wellen umspülen die Beine beim endlosen Spaziergang am Strand. Aus und fast vorbei,
wehmütig schau ich dem verpassten Sommer nach, der viel zu schnell vorbei. Nicht das es unmöglich gewesen wäre, nein. Der Wetterbericht, dieser Schlingel mit all den Warnungen vor Unwetter, Regen, Donner, Hagel, Hitze, Schwüle ...... verdirbt jeden Aktionismus. Da bleib ich sicher im Haus und schaue nur vom Balkon aus hinaus. Trübsal hier und Trübsal dort, genießt man an jedem Ort.
Eine Frage geistert durch den Raum: Warum schreibe ich so furchtbar kitschig? Die Antwort schwebt  sanft danieder: Das ist der Mangel an Bewegung. Verstehe ich nicht, beweg mich doch.

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