So ein Sonntag macht müde, der Geist bleibt faul im Gedankenbett liegen, keine Chance auf Revolution, weder einer Inneren noch einer Äußeren. Trägheit gehört dem Augenblick des Seins, dass sich im Couching mit trüben Blick hinaus zum lauen Sonnenschein, keinen Millimeter weit bewegt. Ein scheuer Gedanke mahnt Bewegungsfreiheit an, Walking auf dem Mauerweg wäre eine Alternative, die Antwort ist ein Gähnen. Die Ausrede schiebt das Tippen dieser Post vor, immerhin eine Tätigkeit, die bewältigt werden will, obwohl das Wort Bewältigung viel zu mächtig für das Schreiben inhaltsloser Sätze ist, eben nur Blabla. Der Flachbildschirm suggeriert einen Hauch von Urlaub, einer Reise durch ein fremdes Land. Warum überhaupt verreisen, wenn es auf der Couch so viel bequemer ist. Gähn....
Um 17:00 bringen die Nachrichten einwenig Abwechslung ins Einerlei der Trägheit. Das große Thema der Flüchtlinge bestimmen die Bilder, Griechenland ist im Moment abgehakt, der Hunger der Banken mit Milliarden gestillt und etwas bleibt sogar für die Griechen übrig, was wollen wir mehr als Zufriedenheit des Denkens, wenn da nicht die vielen Flüchtlinge wären. Der Strom der Menschen reißt nicht ab, die "Rechten" leben, dank der Fremden, endlich ihren Frust des Seins aus, geben den aufgestauten Aggressionen freien Lauf, hauen drauf los und Fackeln ab was möglich ist. Endlich gewährt man ihnen große Aufmerksamkeit, viel besser als im Stadion den Frust rauslassen. Was soll ich gelangweilte Person dazu sagen, es kommt nur ein Gähn aus meinem Mund. Auweia, das Wort "Überforderung" geistert durch die Medien, vielleicht auch durch die Köpfe der Zuschauer, die wie ich zuhause auf der Couch liegen und nebenbei Nachrichten konsumieren. Meine Bewunderung gilt den vielen Ehrenamtlichen Helfer, die dem Chaos der Flüchtlingmenge mit ihrem Engagement entgegen treten. Wo bleibt die Politik, wo bleibt das Engagement der EU? Der Masse an Flüchtlingen kann nur mit einer europäischen Organisationsstruktur begegnet werden, wenn man nicht will, das die Überforderungen in einem gesamteuropäischen Dilemma enden werden.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen